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    • 1040x500 Längen Blaues Licht

    Blaues Licht – es leuchtet blau

    Muss man sich vor blauem Licht schützen? Und, was ist das überhaupt?

    Wir möchten ausnahmsweise einmal mit einem Zitat aus Hollywood beginnen. Genauer gesagt mit einem kurzen kultgewordenen Dialog aus einem Hollywood-Blockbuster des Jahres 1988.

    „Wozu ist das?”
    „Das ist blaues Licht!”
    „Und was macht das?”
    „Es leuchtet blau!”
    „Verstehe!”

    Ganz so einfach verhält es sich natürlich nicht mit dem „Blauen Licht“. Wo geforscht und erkundet wird, da gibt es mit der Zeit immer mehr Erkenntnisse und Gewissheiten. So auch beim „Blauen Licht“.

    Doch was ist das denn eigentlich?
    Die elektromagnetische Strahlung im optischen Bereich (natürlich durch die Sonne oder auch künstlich erzeugt) wird in 3 Bereiche unterteilt (Angaben in Nanometer):

    Ultraviolett
    UVC: 290 nm > 
    UVB: 320 - 290 nm 
    UVA: 400 - 320 nm 

    Sichtbare Strahlung (Licht oder VIS, visuelle Strahlung) 
    400 - 780 nm

    Infrarot
    IR-A: 780 - 1400 nm
    IR-B: 1400 - 3000 nm
    IR-C: 3000 - 10000 nm

    Das blaue Licht ist Teil der sichtbaren Strahlung (Licht) und umfasst einen Wellenlängenbereich von 420 – 490 nm. Obwohl der Bereich bis 420 nm als violett anzusehen wäre, wird häufig der gesamte Bereich von 400 bis 490 nm als Blaulicht bezeichnet. Es grenzt damit unmittelbar an den UV-Bereich heran, der für Menschen unsichtbar ist. Das Blaulicht, kurzwellig und dadurch besonders energiereich, wird auch HEV-Licht genannt. HEV dient hier als Abkürzung für „High Energy Visible“ (Hochenergetisches sichtbares Licht).

    Das durch die Sonne generierte blaue Licht, also die natürliche Variante, hat maßgeblichen Einfluss auf unser Leben. Es ist quasi unsere innere Uhr. Tagsüber, wenn wir das blaue Licht der Sonne sehen, wahrnehmen und regelrecht aufsaugen, werden im Körper Prozesse und Hormone in Gang gesetzt, die dazu führen, dass wir fit, wach und gesund durch den Tag kommen. Bei Helligkeit reichert unser Organismus Serotonin und Cortisol an und verhindert im Gegenzug, dass unser Schlafhormon Melatonin gebildet und ausgeschüttet wird. Nimmt ab dem Nachmittag der Anteil des Blaulichts ab, wird der körpereigene Prozess umgekehrt und Müdigkeit und Schlaf nehmen sich ihr Recht und sorgen für Ruhe und Erholung. Unser Lebensrhythmus, unsere Aktivitäten und unser Befinden werden seit Urzeiten von der Sonne vorgegeben.

     

    • Slide 3
    Es ist nicht mehr nur diese eine Stadt, die nicht mehr schläft. Dunkel wird es in Großstädten eigentlich nie. Und das hat Auswirkungen auf den menschlichen Schlafrythmus.

    Aber unsere Gegenwart sieht teilweise anders aus. Immer mehr künstliche Lichtquellen sorgen für eine Verschiebung des Tag-/Nachtrhythmus`, die bei vielen Menschen für innere Unruhe bis hin zu Schlafstörungen führen kann. Besonders in Großstädten ist oft von „Lichtverschmutzung“ die Rede. Licht, künstlich erzeugt, stellt die innere Uhr neu und bringt einiges durcheinander. So kann beispielsweise in einer „hellen“ Nacht viel weniger Melatonin ausgeschüttet werden, so dass der Körper schwerer in den Schlaf findet.

    Bei den UV-Strahlen liegen ausreichend Ergebnisse und Befunde vor. Wir kennen positive und negative Wirkungen und Auswirkungen für den Menschen. Auch hier gilt: Die Menge macht das Gift. Die Entwicklung der Sonnenschutzprodukte und die qualitative Verbesserung der UV-Filter sind Prozesse, die aufgrund dieser Erkenntnisse bereits vor vielen Jahren angefangen haben. Relativ neu ist jedoch in diesem Bereich das Feld des blauen Lichts. Auf guten Sonnencremes steht deutlich der Hinweis, dass sie vor UVA UND UVB schützen. Aber Schutz vor blauem Licht auf einer Sonnencreme? Den gibt es. Als Beispiel sind hier die BASF UV-Filter Tinosorb®️ A2B und Tinosorb®️ M genannt, die die Blaulichtdurchlässigkeit verringern können. Die genaue Wirkungsweise und die Vorteile für die Kunden werden wir mit unseren Experten aus Grenzach in einem kommenden Artikel genauer beleuchten. 😉

    Was das Blaulicht/HEV-Licht für körperliche Schäden anrichten kann, ist zwar noch nicht auserforscht, aber dennoch gibt es wichtige Erkenntnisse der letzten Jahre. So ist blaues Licht besonders für die Augen eine Gefahr, vor der es sich zu schützen gilt. Wird ein Übermaß an blauem Licht „konsumiert“ so kann es zu Netzhautschädigungen kommen (Photoretinits). Auch Erkrankungen des Auges wie z.B. Grauer Star oder Makuladegeneration stehen auf der Gefahrenliste.

    Erwiesen ist auch, dass das kurzwellige Blaulicht in der Haut zu einer Bildung von freien Radikalen führt und durch den oxidativen Stress als zusätzlicher Verursacher von vorzeitiger Hautalterung angesehen werden muss. Durch die Bestrahlung mit blauem Licht verändern sich bestimmte Genmarker. Die Auswirkungen dadurch sind noch nicht gänzlich bekannt.

    „Digital Aging“, „Screen Face“, „Handyschutzcreme“, „PC-Blaulicht“ – nur einige Beispiele für neue Begriffe in der deutschen Sprache, die sehr nach Marketingdeutsch klingen und das Thema „Das künstliche blaue Licht“ aufgreifen. Die Intensitäten vom Licht der Sonne und dem aus künstlichen Quellen sind sehr verschieden. Man muss berücksichtigen, dass die künstlichen Lichtquellen eine deutlich geringere Leuchtstärke haben als die Sonne.

    Licht ins Dunkel bringen ist dabei aber noch nicht so einfach. Es wird geforscht, Wissen gesammelt und Erkenntnisse erarbeitet. „Wir wissen heute, dass blaues Licht keine direkten Mutationen im Erbgut der Hautzellen verursacht. Jedoch kann Blaues Licht von verschiedenen Molekülen in der Haut absorbiert werden, die in manchen Fällen diese Energie dann auf biologisch relevante Moleküle, wie beispielsweise Proteine, übertragen. Dadurch können indirekt Schäden verursacht werden“, so Prof. Dr. Bernd Herzog, Global Development UV Protection / Scientific Liaisons.

    „Es leuchtet Blau.“ Die Antwort ist kurz und bestimmt nicht falsch. Aber sie ist bei weitem noch nicht ausreichend. Wir bleiben dran, versprochen.