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Sonnenschutz

Absorption ist das A & O beim UV-Schutz

Rund um das Thema Sonnenschutz ranken sich zahlreiche Mythen und Fehlinformationen. Auch heute noch. Besonders bei Filterbezeichnungen und Wirkungsweise.

„Ich bin sehr zufrieden mit meiner Sonnencreme. Sie verwendet physikalische UV-Filter, die das Licht und die UV-Strahlen effektiv streuen und reflektieren.“ Viele Produktbewertungen und Meinungen sind so oder so ähnlich im Internet zu finden. Dass Endverbraucher zufrieden mit ihrem Produkt sind, ist erst einmal eine tolle und positive Nachricht. Dennoch möchten wir gerne etwas Aufklärungsarbeit in Bezug auf UV-Filter Bezeichnungen und deren Wirkungsweisen leisten.

Die Menge des UV-Lichts, welches in und unter die Haut geht, wird von UV-Filtern reduziert. Dabei gibt es zwei verschiedene Arten von Filtern, die zum Einsatz kommen. „Da sind zum einen die ORGANISCHEN Filter, Kohlenstoff basiert. Auf der anderen Seite gibt es die ANORGANISCHEN Filter, Zinkoxid und Titandioxid, Mineralien, frei von Kohlenstoff“, erklärt Marcel Schnyder, Head of Global Technical Center Sun Care. „Wir sprechen generell nicht von chemischen und natürlichen, bzw. physikalischen Filtern, weil diese Unterteilung irreführend ist“, Schnyder weiter.

Da es sich um Partikel handelt, hat sich im allgemeinen Bewusstsein leider die Annahme durchgesetzt, dass deren Wirkungsweise lediglich darin besteht, Licht und UV-Strahlen zu streuen und zu reflektieren. Allerdings ist dies nicht zutreffend. „Die Lichtstreuung und Reflexion machen in etwa 10% aus, 90% des Schutzeffektes kommen durch die Absorption“, so Prof. Dr. Bernd Herzog, Global Development UV Protection / Scientific Liaisons. Anorganische Filter müssen partikulär sein, d.h. man braucht einen Kristall, bzw. Kristallit. Sehr viele Moleküle bilden diese Kristallstruktur, die notwendig ist, damit sich, ähnlich wie in einem Halbleiter, Energiebänder herausbilden. Diese Energiebänder sind die Basis dafür, dass kleine Titandioxid- und Zinkoxidpartikel in Dispersion UV-Strahlung absorbieren können.

Absorptionsprinzip für organische und anorganische UV-Filter
Absorptionsprinzip für organische und anorganische UV-Filter

Bei den organischen Filtern, die meistens in kosmetischen Ölen oder in Wasser gelöst werden, erfolgt der Sonnenschutz normalerweise ausschließlich über die Absorption. Einige sind in beiden Medien jedoch sehr unlöslich und werden daher als partikuläre Dispersionen hergestellt. Auch bei diesen erfolgt der Sonnenschutz zu einem Großteil über die Absorption, ähnlich wie bei Zinkoxid und Titandioxid. Da ein Teil dieser Partikel eine Größe von weniger als 100 nm aufweisen, gehören sie der Definition nach, ebenso wie die meisten anorganischen Filter, dann auch zu den Nanopartikeln. Da es sich um Partikel handelt, wird Strahlung auch gestreut. Wie bei den anorganischen Filtern macht das etwa 10% des Schutzeffekts aus. Die Streuung führt außerdem zu einer Verbreiterung des spektralen Schutzes, wodurch auch im sichtbaren Bereich ein gewisser Schutzeffekt erreicht wird.

Im Gegensatz zu Zinkoxid und Titandioxid liegt beim Mechanismus der Absorption hier aber das Augenmerk auf den Absorbermolekülen. Vergleichbar mit den Energiebändern in bestimmten anorganischen Kristallen sind Energieniveaus bei den organischen Filtern bereits in den Molekülen gegeben. Sie absorbieren die UV-Strahlung, wandeln sie in harmlose Wärme um und müssen die Energie „bearbeiten“, ohne dabei mit anderen Molekülen zu reagieren oder gar zerstört zu werden.

Wenn Sie sich einmal mit der INCI-Liste auf einem Sonnencreme-Produkt auseinandergesetzt haben, sind vielleicht auch schon mal Stoffe wie Bariumsulfat oder Talkumpuder aufgefallen. Dies sind keine UV-Absorber und streuen lediglich das Licht. Für Sonnenschutzmittel ist es aber extrem wichtig, Inhaltsstoffe zu verwenden, die im UV-Bereich sehr gute Absorberfähigkeiten haben. Sie sind maßgeblich für Schutz und Leistung verantwortlich. 

Unsere Experten in Grenzach sorgen dafür, dass die passenden UV-Filter in die Sonnencreme kommen. Davon profitieren Kunden und Endverbraucher gleichermaßen.
Unsere Experten in Grenzach sorgen dafür, dass die passenden UV-Filter in die Sonnencreme kommen. Davon profitieren Kunden und Endverbraucher gleichermaßen.

Es ist richtig: Mit Absorption, Reflexion und Streuung gibt es 3 verschiedene Mechanismen, die vor UV-Strahlen schützen.

Das A & O ist aber der Absorption vorbehalten. Sie spielt mit einem 90% Anteil die Hauptrolle, bei anorganischen UND organisch partikulären Filtern.